ein weener in london

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eigentlich hab ich ja total stress, aber

September 11, 2007 · Kommentar schreiben

… da sich mein beschäftigungsverhältnis bei meinem derzeitigen arbeitgeber dem ende entgegenneigt, möchte ich das auch mal kurz erwähnt haben. JA, ich habe schon wieder gekündigt. ich bin einfach mit der gesamtsituation unzufrieden, wie ein schlechtes deutsches komikerpaar in einer populären aber grottenschlechten deutschen komödie (schuh des manitu, für die gaunz depperten) einst sprach.

ich will nicht näher auf die details eingehen. und ja, wahrscheinlich erwecke ich den eindruck der unentschlossenheit momentan, aber wos sois, ma is nur einmal jung und sich permanent aufn schädl scheißen zu lassen von leuten, die noch inkompetenter sind als ich is dann auf dauer auch nicht das wahre.

wie auch immer, natürlich würde ich nicht kündigen gäbe es nicht neue ufer (und nicht das andere ufer, für die die jetzt grade ne möglichkeit zum dämlichen witzereissen gesehen haben) die mir entgegenlachen. und wie ein voriges post schon sagt, statistisch gesehen ist in 95% der fälle das gras grüner auf der andren seite.

stay tuned für updates.

ps: ich sehe mit meinem schnauzer und meiner gnackmatte mittlerweile so beschissen aus, dass man mich auf den straßen londons anstarrt. in london, wo man in der raucherecke von fetten typen im engelskostüm angequasselt wird und das keiner komisch findet.

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hassprediger in whitechapel & stratford

August 28, 2007 · Kommentar schreiben

a waunsinn. da latscht man unschuldig in little bangladesh (= whitechapel) durch den markt, schon wird man mit flugzettel von bärtigen männern in kleidern überfallen. reichen einem den wisch, der mit dem motivierenden satz „turn to allah or you will die an immensely painful death“ endet. wie motivierend.
eine woche zuvor bin ich in stratford  im shoppingcenter herumgehangen und von einem christlichen fundi per flyer darauf hingewiesen worden, dass es „unwiderlegbare beweise“ für ein „leben nach dem tod“ gibt, die erhaben über jeglichen zweifel wären. stellt sich raus dass es einfach nur wahllos zusammengestellte zitate von leuten waren, die kurz vorm abkratzen noch ihre letzten worte geröchelt haben wie „ich sehe das licht..“. dazu wird einem eine gratis-bibel versprochen, wenn man zu einem bestimmten zeitpunkt irgendwo bei nem treffen aufkreuzt. da wird einem vermutlich der beidl ausgerissen und alle dinge verboten, die spaß machen (computerspiele, pornos gucken und falafel essen).

Kategorien: london life

londoner wegen bandbreite-schnorrens verhaftet

August 24, 2007 · Kommentar schreiben

…nein, dieser londoner war nicht ich. wobei ich mich schon des öfteren schuldig gemacht habe. gott, ich bin ein verbrecher…

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einstürzende altbauten, ein bundesheerfreak in london und sonstige ereignisse

August 24, 2007 · Kommentar schreiben

es ist furchtboar. gestern ist uns im büro das dach überm kopf zusammengefallen und hätte um ein haar jemandem im oberen stockwerk erschlagen, wenn diese person(en) nicht faule hundling gewesen wären die viel zu früh mittagessen gegangen sind. ja, ich lebe ein leben voll potenziell blutiger abenteuer, auch wenn ich nicht unmittelbar in geahr war. ich hab das ja erst mitgekriegt als es schon passiert ist, ich war nämlich draussen eine rauchen. da sag mal einer zigaretten wären nicht lebensrettend.. wir wurden jedenfalls evakuiert und nach hause geschickt. und heut sitz ich wieder im büro, i nder ständigen angst gleich kracht mir die decke auf die birne.

dann war ich mal wieder mit meinem kumpel, einem thierry-henri-lookalike, unterwegs. während ihn sämtliche dürren blondinen londons angeschmachtet haben, war ich damit beschäftigt, auf unserem besäufnisstreifzug durch covent garden & die gegend um leicester square (man spricht es „lester“ aus) einen typen zu beobachten, der in komplettem bundesheeraufzug (österreichischem!) herumspaziert ist und sich etwas seltsam verhalten hat. ich hätt ihn ja gern im suff angestänkert, aber irgendwie muss man da aufpassen, wer so rumrennt bei dem ist irgendwas im kopf nicht richtig und ich hätte ungern ein rostiges feldmesser im kopf stecken.

dann will ich mal wieder was über den lustigen hobbit loswerden, der seit neustem unser technikchef ist. nicht nur dass er piefke ist, was ihn von vornherein schon unsympathisch macht, ich kann nicht anders als ihn mir ständig in so einem real-life roleplaying game kostüm vorzustellen. solche leute verkleiden sich in seltsamen outfits, fahren in gruppen in einen wald und spielen „drachentöter“ etc., was irgendwie so bescheuert ist, dass ich da unbedingt auch mal mitmachen muss. er ist ein geek im snobpelz. und sieht herab auf leute die ausser hello world noch nie ein programm in zumindest assembler geschrieben habe. was der in einer agentur sucht ist mir zwar rätselhaft, aber er ist vermutlich auch nur so ein knowledge-poser (copyright johannes).

Kategorien: agency customs · london life

angry chippendales und eine fahrt ins good ol’ london

Juli 28, 2007 · Kommentar schreiben

ich glaub jeder mann der männlich sein möchte und etwas manhood und testosterone auf sich hält, hat sich schon den film helden in lederslips vs. homoerotischer piercingfetischist, alternativ die „angry chippendales vs. transsexual giant from outer space“ genannt, angesehen. ich heute auch, auf meinem portablen video player auf der fahrt nach london. mal wieder. ich find den film ja genial.

und während mir abgehauene körperteile, blut und sonstige körperflüssigkeiten entgegenschleuderten (ich rede nicht vom film), fuhr ich mal wieder in einem völlig überfüllten zug nach london rein. zwecks diverser erledigungen, um’s mal so zu formulieren. auf alle fälle hatte ich zwischen den kleinen „erledigungen“ (schutzgeld eintreiben, ungeliebten kollegen in dunklen hinterhöfen auflauern) zeit, mich ein wenig in den gebieten aufzuhalten, wo jeder scheiß london-touri als erstes hingeht wenn er vom flugzeug oder boot runterhupft.

gott, ich hasse diese touristen. sie stehen blöd in der gegend rum, fotografieren alles, schieben sich im schneckentempo vor dir durch die straßen, glotzen dich dumm an, stellen dämliche fragen und regen sich auch noch auf wenn man sie freundlich aber bestimmt bittet, doch bitte auf die seite zu gehen und nicht den rest des tages stehend auf meinem linken fuß zu verbringen.

es is fast wie in wien.

Kategorien: london life

alltagsbeobachtungen

Juli 26, 2007 · Kommentar schreiben

heute eine taube im stechschritt vor mir hin- und hermarschieren sehen. nein, nicht in diesem taubenschritt, im STECHSCHRITT wie die deutschen naziparaden vor 1945. leute sind in panik geflüchtet vor meinem hysterischen gelächter.

mein neuer sitzgegenüber, der frisch rekrutierte „VP/AD Internet Services blabla“ sieht aus wie ein gnom. ein nerd mit sakko. er stammt aus dortmund aber spricht akzentfreies american english (ein paar jahre new york) und faselt gern im jargon. nicht dass ich das nicht kapieren würde, aber irgendwie reizt es mich permanent ihn einen hobbit zu nennen und ihm eine watsche runterzuhauen. und er ist so klein, dass er mit der nasenspitze meine nippel berühren könnte (nicht, dass ich darauf schwarf wäre).

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zurück in uk, faulheit, und ein offener brief der keiner ist

Juli 11, 2007 · 4 Kommentare

so, ich bin eigentlich schon seit samstag wieder zurück im trauten england. das wetter ist wie üblich schirch, bewölkt, und die trübe stimmung ist mit kurzen unterbrechungen, die man für gewöhnlich tageslicht nennt, eigentlich allgemein recht trüb.

speaking of trübness (denglish ahoy), meine hacke fäut mich jeden tag mehr an. ich bin momentan so wahnsinnig unmotiviert und faul, dass es mich nicht einmal besonders juckt, dass man mich in der woche meiner abwesenheit in einer nacht- und nebelaktion von meinem extrem coolen sitzplatz auf den kleinsten schreibtisch des gesamten offices übersiedelt (ein logistischer fehler, wie mir jetzt die „culture coordinator“ tusnelda klarmachen wollte), habe einen neuen jobtitle („senior project director“) und neben mir sitzt ein typ (an einem wesentlich größeren schreibtisch) den ich angeblich irgendwann mal eingestellt habe, aber der jetzt für einen anderen account arbeitet.

wie ihr seht, es tut sich viel in meinem leben. ungewollterweise.

und dann auch noch das immanente verkehrsproblem. heute ist es so lächerlich geworden, dass ich in einem quasi-sturm auf die bastille (gemeint ist die 1. klasse im zug) veranstaltet und mich frecherweise auf einen sitzplatz in ebendieser niedergelassen habe. nach einem kurzen raunen der empörung der in der 1. klasse lebenden bourgeoisie, das ich mit einem bedrohlichen blick der kochenden wut und einem schnaufen des absolut tödlichen todes quittiert habe, gab ich mich aufgrund eines „signal failure“ für unfreiwillig verlängerte eineinhalb stunden dem süßen leben eines 1. klasse passagiers hin und genoss cappuccino (schüttete mir einer über die hose), den anblick eines 5-gänge menüs (5 sandwiches verdrückt von der übergewichtigen sitznachbarin) und einen lapdance (durchgeführt von dem fettleibigen, schwitzenden inder).

nicht dass mich diese annehmlichkeiten störten, ich hätte sie gerne jeden tag, denn es ist immer noch besser als mit dem gesicht in der als in der arschritze eines fremden zu stecken weil man nicht mal mehr zum stehen platz hat.

kurze statistik: auf 100 sitzende passagiere kommen 66 stehende. das wäre an sich nicht so übel, wenn der zug tatsächlich dafür ausgelegt wäre, dass er STEHENDE passagiere transportieren würde. und so drängen sich 66 menschen auf ca. 8 m² fläche, die zum stehen da sind weil sich dort keine sitze mehr hinbauen ließen. der zug ist jedenfalls genauso komfortabel und mit viel freiraum gebaut wie ein billigflieger für kleinwüchsige nach mallorca.

und deswegen der offene brief an die first great western:

Dear Sirs,

I wanted to take the opportunity to point you to my life-changing experiences on your train service I am forced to use every day.

Not only have I had accidental intimate, near sexual encounters with older and mostly fat men that I did not actively seek and I am sure they haven’t either, I have also had the chance to IMAGINE how it must be to live in a poultry farm – as the chicken. Oh, and just now I’ve checked your website and you’ve again cancelled all trains between London Paddington to Reading for the next 3-4 hours. What a delight.

However, although I’ve paid you about 1200 pounds in the last four months and received no value, a single punctual train or not even an incentive for all the time lost on your service, I don’t want to waste too much of your time. I would gratuously express my feelings about this situation, your business ethics, your customer service, your arrogance towards critics, and your ridiculously high prices that are in not a single way justified, with a big, big, VERY big

Fuck you, First Great Western!

 

Yours sincerely with love,

 Weener

Kategorien: london life

I shit you not. Nasenbärattacke

Juni 27, 2007 · 1 Kommentar

der ekel

…heute in der ubahn beobachtet:

frau, sagen wir halbwegs attraktiv, im business-kostüm, vermutlich finanzerin, zeitunglesend. blind darauf vertrauend, dass sich in den londoner ubahnen sowieso niemand anschaut.

sie hat offensichtlich nicht mit dem nonkonformistischen ethno-österreicher gerechnet, der da im winkel schräg gegenüber rumstand, die kopfhörer im ohr und wie ein geier verstohlen die leute anglotzend. also mit mir. (disclaimer: ich sehe nicht nur frauen an, ok baby? hehe)

jedenfalls fängt die gute an, während ihres spannenden artikels in der nase zu bohren. schamlos. und da war nicht bloß nur die fingerspitze, die ein bisschen die ränder geputzt hat. da war der ganze finger drin. inklusive langem nagel.

um in etwa eine vorstellung von der situation zu bekommen: ich stand mindestens 5 meter weit weg. der popel, den sie aus der nase zog, war so groß, dass ich ihn in der GLASREFLEKTION fallen sehen konnte, als sie ihn klammheimlich und verstohlen auf den boden bröselte. mich überkam der ekel dermassen, dass ich mich nicht einmal mehr mit der schulter irgendwo anlehnen wollte. ich ging zum „ubahn-surfen“ über.


Kategorien: london life

im kipferl, und krautwurst

Mai 23, 2007 · 4 Kommentare

ich war heut zu mittag im kipferl. sehr nettes kleines geschäft mit genau 3 tischen, die das „cafe“ bilden. aber gute ware für jeden wahllondoner, den es mal wieder nach essen und nicht nach junk gustert. und im xing bin ich über den illustren namen „vorname krautwurst“ gestolpert. mann. mit so einem namen hat man’s in englischsprachigen ländern (vor allem hier in england) sicher sauschwer, nicht verarscht zu werden. das sind nämlich die einzigen zwei deutschen wörter (kraut und wurst) die jeder hier kennt.

Kategorien: london life · sights & seeings

lulu und gaga

April 27, 2007 · Kommentar schreiben

werte leser, liebe freunde der schlechten unterhaltung, verehrte genossen des niederhumorigen fäkalzynismus, es tut mir leid und ich find es echt lulu und gaga dass ich 1 woche nichts gepostet habe. leider sind mir die themen ausgegangen, und die arbeit ist zuviel für bevorzugt unproduktive minderleister wie mich.

wie auch immer. weil’s so schön war, fliege ich nächste woche schon wieder nach stockholm. und wenns ganz schlecht geht, das mind. alle 2 wochen fürs nächste dreivierteljahr. ich dachte ja anfangs, das wär ganz lustig, aber es is einfach mühsam und zeitraubend. ich warte bloss noch auf den fight club moment, in dem ich vor mich hinsinniere und geistig einen IKEA katalog durchblättere (welch koinzidenz).

an sich gäb’s ja einiges zu berichten, aber für leute (ihr, meine werten leser), die einen gewissen standard gewohnt sind (meinen), ist das meiste uninteressant weil geistig zu anspruchsvoll.

schens wochenend!

Kategorien: london life