Beiträge vom August 2007
hassprediger in whitechapel & stratford
August 28, 2007 · Kommentar schreiben
a waunsinn. da latscht man unschuldig in little bangladesh (= whitechapel) durch den markt, schon wird man mit flugzettel von bärtigen männern in kleidern überfallen. reichen einem den wisch, der mit dem motivierenden satz „turn to allah or you will die an immensely painful death“ endet. wie motivierend.
eine woche zuvor bin ich in stratford im shoppingcenter herumgehangen und von einem christlichen fundi per flyer darauf hingewiesen worden, dass es „unwiderlegbare beweise“ für ein „leben nach dem tod“ gibt, die erhaben über jeglichen zweifel wären. stellt sich raus dass es einfach nur wahllos zusammengestellte zitate von leuten waren, die kurz vorm abkratzen noch ihre letzten worte geröchelt haben wie „ich sehe das licht..“. dazu wird einem eine gratis-bibel versprochen, wenn man zu einem bestimmten zeitpunkt irgendwo bei nem treffen aufkreuzt. da wird einem vermutlich der beidl ausgerissen und alle dinge verboten, die spaß machen (computerspiele, pornos gucken und falafel essen).
Kategorien: london life
month of the schnauzer
August 24, 2007 · 3 Kommentare
..pornobalken, pommes, mirko, superdirty sanchez, wie auch immer man es nennen mag. aus solidarität für krebskranke männer und der erforschung männlicher krebsarten lasse ich mir ab 1. september eine fesche scheidenraspel über der oberlippe wachsen.
der spaß nennt sich „tacheback“ und wird natürlich nur von den männlichsten männern des landes wirklich ernstgenommen, inklusive mir selbstverfreilicht.
ich poste ab 1. september wöchentliche updates über meinen wuchs auf diesem blog.
Kategorien: styleattack
„imprint“
August 24, 2007 · Kommentar schreiben
viele webseiten deutschsprachigen ursprungs verwenden diesen begriff als übersetzung für das gesetzlich ja verpflichtende „impressum“. selbst große konzerne wie BMW haben diesen ausdruck auf ihren webseiten und verlinken da auf gesetzlich verpflichtende informationen.
jetzt ein newsflash für euch supergescheiten übersetzer: das deutschsprachige „impressum“ per se hat keine entsprechung im „internationalen“, insbesondere englischsprachigen ländern. dort heisst es entweder „legal“ oder „contact“, aber niemals „imprint“. imprint ist zwar ein englisches wort, aber ist in diesem fall falsch verwendet.
wenn ich das nochmal auf irgendeiner webseite sehe lauf’ ich amok!! AAAHH!!!
Kategorien: idiotenbashing
londoner wegen bandbreite-schnorrens verhaftet
August 24, 2007 · Kommentar schreiben
…nein, dieser londoner war nicht ich. wobei ich mich schon des öfteren schuldig gemacht habe. gott, ich bin ein verbrecher…
Kategorien: london life
einstürzende altbauten, ein bundesheerfreak in london und sonstige ereignisse
August 24, 2007 · Kommentar schreiben
es ist furchtboar. gestern ist uns im büro das dach überm kopf zusammengefallen und hätte um ein haar jemandem im oberen stockwerk erschlagen, wenn diese person(en) nicht faule hundling gewesen wären die viel zu früh mittagessen gegangen sind. ja, ich lebe ein leben voll potenziell blutiger abenteuer, auch wenn ich nicht unmittelbar in geahr war. ich hab das ja erst mitgekriegt als es schon passiert ist, ich war nämlich draussen eine rauchen. da sag mal einer zigaretten wären nicht lebensrettend.. wir wurden jedenfalls evakuiert und nach hause geschickt. und heut sitz ich wieder im büro, i nder ständigen angst gleich kracht mir die decke auf die birne.
dann war ich mal wieder mit meinem kumpel, einem thierry-henri-lookalike, unterwegs. während ihn sämtliche dürren blondinen londons angeschmachtet haben, war ich damit beschäftigt, auf unserem besäufnisstreifzug durch covent garden & die gegend um leicester square (man spricht es „lester“ aus) einen typen zu beobachten, der in komplettem bundesheeraufzug (österreichischem!) herumspaziert ist und sich etwas seltsam verhalten hat. ich hätt ihn ja gern im suff angestänkert, aber irgendwie muss man da aufpassen, wer so rumrennt bei dem ist irgendwas im kopf nicht richtig und ich hätte ungern ein rostiges feldmesser im kopf stecken.
dann will ich mal wieder was über den lustigen hobbit loswerden, der seit neustem unser technikchef ist. nicht nur dass er piefke ist, was ihn von vornherein schon unsympathisch macht, ich kann nicht anders als ihn mir ständig in so einem real-life roleplaying game kostüm vorzustellen. solche leute verkleiden sich in seltsamen outfits, fahren in gruppen in einen wald und spielen „drachentöter“ etc., was irgendwie so bescheuert ist, dass ich da unbedingt auch mal mitmachen muss. er ist ein geek im snobpelz. und sieht herab auf leute die ausser hello world noch nie ein programm in zumindest assembler geschrieben habe. was der in einer agentur sucht ist mir zwar rätselhaft, aber er ist vermutlich auch nur so ein knowledge-poser (copyright johannes).
Kategorien: agency customs · london life
warum pm-gurus miese pms sind
August 15, 2007 · 4 Kommentare
gute projektmanager nutzen tools um bestimmte ziele zu erreichen.
schlechte projektmanager lassen tools die arbeitsweise diktieren.
noch mal für die depperten:
NEIN, mich beeindrucken 500 zertifikate und „ich habe projektmanagement gelehrt“ einen scheissdreck. prince2, pmi, HERMES und konsorten mögen nett sein und in strukturierten konzernumgebungen wunderbar funktionieren (tun sie nicht), in einer web-agentur und einer arbeitskultur nach dem waterfall-prinzip überlebt man nicht, wenn man einen auf dogmatischen methodensklaven macht.
Kategorien: Kickstart ins Londonleben
filmtipps
August 13, 2007 · 1 Kommentar
..für leute die noch nicht alles gesehen haben:
- battle royale
grad erst gesehen, etwas nerviger aber nichtsdestotrotz genialer japanischer film über schüler die sich auf ner insel alle gegenseitig umbringen (müssen). der anfang macht wenn man das ende gesehen hat irgendwie keinen sinn mehr, aber naja.
- idiocracy
geniale persiflage nicht nur der amerikanischen, aber vermutlich aller westlichen industrienationen (die eh alle schon kulturell amerikanisiert sind)
- knocked up (bald im kino)
alter hut in neuem, sehr lustigem gewand: loser schwängert geile blondine, chaos bricht aus. und ja, er kriegt das mädchen am schluss (eh offensichtlich), aber dazwischen geniale situationskomik.
- grave of the fireflies
japanischer anime-film der sogar mir das wasser in die augen schießen hat lassen. der erste big hit von studio ghibli, für die kenner.
- the namesake
film über indische immigranten in new york, von der 1. zur 2. generation, zeichnet ein berührendes bild über den kulturellen unterschied zwischen orient und okzident. sehr balanciertes problem mit indischen spezifika (ich musste ein paar mal an russell peter’s imitationen denken) aber das big picture lässt sich vor allem auf immigrantenkids in aller welt umlegen.
- sex lives of the potato men
von den kritikern verrissen, von mir heissgeliebt, ein film über zwei kartoffelzusteller und diverse nebenfiguren, der killer-lines wie (frei übersetzt) „ich esse thunfishsandwiches mit erdbeermarmelade, das erinnert mich an meine exfreundin“ oder „ich hab meiner exfreundin immer den *rsch geleckt. ich frage mich wie man einen solchen geschmack mit einem sandwich herstellt“ liefert und meinen niederhumorigen gossennerv perfekt anspricht.
- last king of scotland
besser als erwartet, eine der überraschungen dieses jahres. sehr sehr packend.
- zodiac
ein film über den zodiac-killer, eine serie unaufgeklärter morde, die bis jetzt die mordabteilungen der polizei beschäftigt. sehr spannend. vom selben regisseur wie von sieben, hab ich mir sagen lassen.
- blades of fury
so deppert, dass er irgendwie schon wieder gut ist.
- evan almighty
wer bruce almighty lustig fand, der is auch nicht schlecht. der hauptdarsteller (der auch schon in 40 year old virgin sehr lustig war) bringt seinen humor zwar ein bisschen weniger fein rüber als sonts aber es is ja auch eine familiencomedy.
- thank you for smoking
ein film über einen tabak-lobbyisten. wirft gute fragen auf, ein film den man sich anschaut um nachher drüber zu diskutieren.
- chopper
film über einen australischen kriminellen. am anfang etwas lähmend (das ist als ob man einem würstelstandproleten bei einem monolog über seine heldenhaften errungenschaften zuhört), wird dann aber minütlich besser und ist ein echter gewinn. eric bana kennt man zwar eigentlich nur aus durchschnittlichen bis miesen filmen (troja, hulk, munich), aber in diesem is er top.
filme die ich sehen will:
- balls of fury (trailer sieht verdammt vielversprechend aus)
allein der typ mit deutschem akzent ist zum schreien komisch
- superbad
komödie im stil von knocked up und 40-year-old virgin. sicher sehr super.
- the bourne ultimatum
kino-pflichttermin
- 1408
angeblich exzellenter thriller mit jon cusack.
-
Kategorien: movies
corporate america vs. humanitäre organisation
August 10, 2007 · 2 Kommentare
johnson & johnson verklagt das amerikanische rote kreuz und beruft sich dabei auf die verletzung ihrer bildmarke (das rote kreuz wurde von denen schon vor der einführung des gleich aussehenden amerikanischen roten kreuzes verwendet, NICHT ABER VOR gründung des internationalen roten kreuzes). man will daraus fast schon unweigerlich folgende annahmen schließen:
1) das basierend auf den ideen von henri dunant 1863 gegründete rote kreuz genoss damals sicher schon eine hohe internationale reputation, und die machte man sich damals schon zu nutze indem man das rote kreuz auf seine produkte draufpackte. damals gab es noch keine ethischen regeln für werbung
2) ausgehend von der im artikel aufgestellten behauptung, dass johnson & johnson ALLE einnahmen des roten kreuzes aus dem verkauf von erste-hilfe kästen für sich beansprucht, sitzen dort im management und in der rechtsabteilung vermutlich lauter gierige kleine satanisten mit neocon-ausrichtung (so wie sich’s eben für eine big american corporation gehört), für die allein schon die idee einer basiskrankenversorgung für alle eine bedrohung für ihre freiheit profit aus der künstlichen förderung von hypochondrie und paranoia zu schlagen, darstellt.
3) ab diesem jenem tag vermeide ich es, auch nur annähernd irgendeine form von johnson & johnson produkt zu kaufen, konsumieren oder in irgendeiner sonstigen form durch mein sauer verdientes geld diese schleimigen profitgeier zu fördern.
4) werde ich dieses blogposting an die johnson & johnson stelle in deutschland, england und österreich mailen und um eine stellungnahme bitten
mal sehen was zurückkommt… HEHEHE
ps: damit das gleich klar ist – natürlich weiß ich dass das rote kreuz „sein“ symbol für kommerzielle produkte lizensiert hat. dazu will ich bloß mal anmerken, dass eine not-for-profit organisation das recht haben sollte, auch angesichts der in der letzten zeit sehr häufig vorkommenden humanitären katastrophen (fluten, kriege, you name it) alternative einnahmequellen anzuzapfen, weil ich nicht glaube dass spenden ausreichen.
Kategorien: citizen in action
drm-free music
August 10, 2007 · Kommentar schreiben
nach emi will ja nun auch universal drm-freie musik anbieten (testweise). wird aber auch zeit dass diese volldeppen schnallen, dass man lieber illegal ist und musik klaut als sich ernsthaft eine cd mit kopierschutz oder files kauft, die sich nur auf 1 player abspielen lassen.
im grunde bin ich sowieso dagegen dass labels die musik im eisernen würgegriff haben und für innovation kein platz gelassen wird. mit heutigen auch consumern verfügbaren mitteln und ein bisschen inneneinrichtungsmodifikaiton mit eierkartons lässt sich im keller ein tonstudio in voller ausstattung für eine minimalinvestition hinstellen, und während popstars wie metallica, madonna und konsorten sich darüber sorgen ihre erstwochenend- cd-verkäufe finanzieren ihren 100sten bentley, das 50ste haus, die 500ste hausangestellte inklkusive der 24/7 kosmetikerin für die 4jährige tochter nur mehr teilweise, brütet irgend ein kid genius mit ner gitarre über einen track nach der mir die ohren und den verstand wegbläst.
Kategorien: a music blog
