ein weener in london

Beiträge vom Juli 2007

angry chippendales und eine fahrt ins good ol’ london

Juli 28, 2007 · Kommentar schreiben

ich glaub jeder mann der männlich sein möchte und etwas manhood und testosterone auf sich hält, hat sich schon den film helden in lederslips vs. homoerotischer piercingfetischist, alternativ die „angry chippendales vs. transsexual giant from outer space“ genannt, angesehen. ich heute auch, auf meinem portablen video player auf der fahrt nach london. mal wieder. ich find den film ja genial.

und während mir abgehauene körperteile, blut und sonstige körperflüssigkeiten entgegenschleuderten (ich rede nicht vom film), fuhr ich mal wieder in einem völlig überfüllten zug nach london rein. zwecks diverser erledigungen, um’s mal so zu formulieren. auf alle fälle hatte ich zwischen den kleinen „erledigungen“ (schutzgeld eintreiben, ungeliebten kollegen in dunklen hinterhöfen auflauern) zeit, mich ein wenig in den gebieten aufzuhalten, wo jeder scheiß london-touri als erstes hingeht wenn er vom flugzeug oder boot runterhupft.

gott, ich hasse diese touristen. sie stehen blöd in der gegend rum, fotografieren alles, schieben sich im schneckentempo vor dir durch die straßen, glotzen dich dumm an, stellen dämliche fragen und regen sich auch noch auf wenn man sie freundlich aber bestimmt bittet, doch bitte auf die seite zu gehen und nicht den rest des tages stehend auf meinem linken fuß zu verbringen.

es is fast wie in wien.

Kategorien: london life

god loves fags

Juli 26, 2007 · Kommentar schreiben

sorry, i couldn’t resist..

begriffserklärungen hier und hier.

Kategorien: british humor

alltagsbeobachtungen

Juli 26, 2007 · Kommentar schreiben

heute eine taube im stechschritt vor mir hin- und hermarschieren sehen. nein, nicht in diesem taubenschritt, im STECHSCHRITT wie die deutschen naziparaden vor 1945. leute sind in panik geflüchtet vor meinem hysterischen gelächter.

mein neuer sitzgegenüber, der frisch rekrutierte „VP/AD Internet Services blabla“ sieht aus wie ein gnom. ein nerd mit sakko. er stammt aus dortmund aber spricht akzentfreies american english (ein paar jahre new york) und faselt gern im jargon. nicht dass ich das nicht kapieren würde, aber irgendwie reizt es mich permanent ihn einen hobbit zu nennen und ihm eine watsche runterzuhauen. und er ist so klein, dass er mit der nasenspitze meine nippel berühren könnte (nicht, dass ich darauf schwarf wäre).

Kategorien: london life · on the job

hehe

Juli 13, 2007 · 7 Kommentare

..nein, das ist kein paranoides londoner fashionvictim auf dem weg zur arbeit, das ist sean connery in einem science fiction movie..

Kategorien: styleattack

zurück in uk, faulheit, und ein offener brief der keiner ist

Juli 11, 2007 · 4 Kommentare

so, ich bin eigentlich schon seit samstag wieder zurück im trauten england. das wetter ist wie üblich schirch, bewölkt, und die trübe stimmung ist mit kurzen unterbrechungen, die man für gewöhnlich tageslicht nennt, eigentlich allgemein recht trüb.

speaking of trübness (denglish ahoy), meine hacke fäut mich jeden tag mehr an. ich bin momentan so wahnsinnig unmotiviert und faul, dass es mich nicht einmal besonders juckt, dass man mich in der woche meiner abwesenheit in einer nacht- und nebelaktion von meinem extrem coolen sitzplatz auf den kleinsten schreibtisch des gesamten offices übersiedelt (ein logistischer fehler, wie mir jetzt die „culture coordinator“ tusnelda klarmachen wollte), habe einen neuen jobtitle („senior project director“) und neben mir sitzt ein typ (an einem wesentlich größeren schreibtisch) den ich angeblich irgendwann mal eingestellt habe, aber der jetzt für einen anderen account arbeitet.

wie ihr seht, es tut sich viel in meinem leben. ungewollterweise.

und dann auch noch das immanente verkehrsproblem. heute ist es so lächerlich geworden, dass ich in einem quasi-sturm auf die bastille (gemeint ist die 1. klasse im zug) veranstaltet und mich frecherweise auf einen sitzplatz in ebendieser niedergelassen habe. nach einem kurzen raunen der empörung der in der 1. klasse lebenden bourgeoisie, das ich mit einem bedrohlichen blick der kochenden wut und einem schnaufen des absolut tödlichen todes quittiert habe, gab ich mich aufgrund eines „signal failure“ für unfreiwillig verlängerte eineinhalb stunden dem süßen leben eines 1. klasse passagiers hin und genoss cappuccino (schüttete mir einer über die hose), den anblick eines 5-gänge menüs (5 sandwiches verdrückt von der übergewichtigen sitznachbarin) und einen lapdance (durchgeführt von dem fettleibigen, schwitzenden inder).

nicht dass mich diese annehmlichkeiten störten, ich hätte sie gerne jeden tag, denn es ist immer noch besser als mit dem gesicht in der als in der arschritze eines fremden zu stecken weil man nicht mal mehr zum stehen platz hat.

kurze statistik: auf 100 sitzende passagiere kommen 66 stehende. das wäre an sich nicht so übel, wenn der zug tatsächlich dafür ausgelegt wäre, dass er STEHENDE passagiere transportieren würde. und so drängen sich 66 menschen auf ca. 8 m² fläche, die zum stehen da sind weil sich dort keine sitze mehr hinbauen ließen. der zug ist jedenfalls genauso komfortabel und mit viel freiraum gebaut wie ein billigflieger für kleinwüchsige nach mallorca.

und deswegen der offene brief an die first great western:

Dear Sirs,

I wanted to take the opportunity to point you to my life-changing experiences on your train service I am forced to use every day.

Not only have I had accidental intimate, near sexual encounters with older and mostly fat men that I did not actively seek and I am sure they haven’t either, I have also had the chance to IMAGINE how it must be to live in a poultry farm – as the chicken. Oh, and just now I’ve checked your website and you’ve again cancelled all trains between London Paddington to Reading for the next 3-4 hours. What a delight.

However, although I’ve paid you about 1200 pounds in the last four months and received no value, a single punctual train or not even an incentive for all the time lost on your service, I don’t want to waste too much of your time. I would gratuously express my feelings about this situation, your business ethics, your customer service, your arrogance towards critics, and your ridiculously high prices that are in not a single way justified, with a big, big, VERY big

Fuck you, First Great Western!

 

Yours sincerely with love,

 Weener

Kategorien: london life

hier kommt der würger

Juli 3, 2007 · 2 Kommentare

ich bring euch alle um. ja, euch krankheitserregende viren, die mich seit samstag im eisernen würgegriff haben, und mich mit grünlichen körperflüssigkeiten herumschleudern lassen wie eine inkontinente qualle.

ich bin ja an sich im urlaub. seit freitag voriger woche bin ich in tu felix austria, um leute zu treffen, mich um ein paar privatangelegenheiten zu kümmern und mich nebst dieser äusserst anstrengenden tätigkeiten von meinem stress in der hacke zu erholen. aber bisher habe ich bis auf ein paar unschöne begegnungen mit fremden menschen, die am liebsten kreischend vor meinem rotzfädenübersähten fünftagebart davonrennen würden, nichts besonderes erlebt.

ich geb ja zu, es sieht komisch aus, wenn so eine furchterregende gestalt sich aus dem dunkel schiebt. zuerst sieht man nur die gewaltige wampe, und fünf minuten später den röchelnden, aufgedunsenen und unglaublich ekelhaft behaarten rest.

aber es geht ja schon besser. nachdem ich die faust gen himmel geschüttelt und alle flüche dieser erde ausgestoßen habe, geht es wieder bergauf.

ich meld mich wieder.

Kategorien: globetrottel · ich