ein weener in london

I shit you not. Nasenbärattacke

Juni 27, 2007 · 1 Kommentar

der ekel

…heute in der ubahn beobachtet:

frau, sagen wir halbwegs attraktiv, im business-kostüm, vermutlich finanzerin, zeitunglesend. blind darauf vertrauend, dass sich in den londoner ubahnen sowieso niemand anschaut.

sie hat offensichtlich nicht mit dem nonkonformistischen ethno-österreicher gerechnet, der da im winkel schräg gegenüber rumstand, die kopfhörer im ohr und wie ein geier verstohlen die leute anglotzend. also mit mir. (disclaimer: ich sehe nicht nur frauen an, ok baby? hehe)

jedenfalls fängt die gute an, während ihres spannenden artikels in der nase zu bohren. schamlos. und da war nicht bloß nur die fingerspitze, die ein bisschen die ränder geputzt hat. da war der ganze finger drin. inklusive langem nagel.

um in etwa eine vorstellung von der situation zu bekommen: ich stand mindestens 5 meter weit weg. der popel, den sie aus der nase zog, war so groß, dass ich ihn in der GLASREFLEKTION fallen sehen konnte, als sie ihn klammheimlich und verstohlen auf den boden bröselte. mich überkam der ekel dermassen, dass ich mich nicht einmal mehr mit der schulter irgendwo anlehnen wollte. ich ging zum „ubahn-surfen“ über.


Kategorien: london life

1 Antwort bis hierher ↓

  • Gisi // Juni 27, 2007 um 5:55

    vielen dank für diese äußerst plastisch dargestellte alltagsallüre. du hast meinen tag gerettet … hab grad tränen gelacht.

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