ein weener in london

Beiträge vom März 2007

die internetversteher

März 30, 2007 · 6 Kommentare

erstmal: wordpress geht mir gewaltig am oasch. eine „write post“ zu laden dauert bis zu 20 sekunden. zum scheissn.

und now something completely different:

eine diskussion, die den anfang auf mats blog fand. eine nicht unberechtigte meinungsäusserung, der sich in der „blogosphäre“ mehrfach angeschlossen wird.

ok, bis auf den fragwürdigen geschmack des CCA (die friendly fire webseite is ja wohl der letzte scheissdreck), leute, es geht hier um WERBUNG. um online-kampagnen. um präsentation. nicht darum, möglichst nüchtern und sachlich ein xhtml-skelett mit super strukturierter information möglichst w3 validiert und wai-konform hinzuklatschen und drauf zu hoffen dass irgendwer das geil findet.  die hitech-fetish kampagne von fcb kobza zB ist ein ganz wunderbares beispiel für wie werbung online gemacht werden kann. sehr schön, sehr nice. ich applaudiere und ärgere mich, dass sie nicht gold bekommen haben und mir das eigentlich zuerst eingefallen ist. naja, whatever.

aber, ganz ehrlich, mir geht diese „ach, ihr habt doch keine ahnung“ attitüde sogenannter „meinungsmacher“ langsam am oasch. flash, na und? blinkende gizmos, na und? jeder trottel der nicht unbedingt ein kommandozeilenfetischist ist hat den flashplayer installiert. eine entwicklung, die nämlich ganz offensichtlich in tu felix austria verpennt wird, ist die, dass digitale markenkommunikation mittlerweile fixer und relativ hoch budgetierter bestandteil der marketingstrategien jedes mittleren und großen unternehmens ist. und während klassische agenturen noch immer ein problem damit haben, die „transition“ in richtung interactive/digital zu schaffen, maulen die „netzversteher“ rum, dass keiner von den werbefuzzis das internet versteht, weil ihnen offensichtlich die kreativität im umgang mit dem medium und eine objektive distanz zu technischen rahmenbedingungen fehlt.

eine gutaussehende, flashige webseite wie die hitech-fetish partie ist was, das man rumschickt, weil man es geil findet. relevanz spielt hier keine rolle. jedenfalls finde ich die seite sicher nicht, wenn ich nach „cosmos preise“ auf google.at suche. dafür war der link aber ne zeitlang in jeder mailbox zu finden.

Kategorien: advertising

kurze anmerkung: rauchen und saufen

März 29, 2007 · 4 Kommentare

rauchen is net besonders populär hier. und net besonders billig. zigaretten kosten mehr als das doppelte. deswegen rauch ich auch viel weniger (1 packl/3 tage). und die nichtraucher sind noch militanter als in ö.  in der öffentlichkeit herrscht der allgemeine glaube, dass raucher den staat zuviel kosten. deswegen wird man teilweise auch wie ein sozialschmarotzer angemotzt. naja. gehts scheissn. lt. statistik betragen die direkten kosten für raucher-gesundheitsbehandlungen ca. 1 milliarde pfund pro jahr. dem gegenüber stehen 8 milliarden an steuereinnahmen. nimmt man noch eine dunkelziffer der indirekten kosten, dürften raucher dem staat wohl ca. 3-5 milliarden pfund kosten. immer noch eine sehr positive bilanz.

dem gegenüber steht das saufen. viele haben ein problem mit rauchern, saufen sich aber im anschluss an ihre anti-raucher-schimpftiraden gleich mal ordentlich mit hartem zeug an um gleich im anschluss eine massenschlägerei anzuzetteln. danach wird ungeschützter geschlechtsverkehr betrieben und hiv, hepathitis und sämtliche andere krankheiten übertragen. das problem ist so gravierend, dass es großangelegte „drink aware“ kampagnen gibt, die polizeikräfte permanent verstärkt werden müssen und lokale sich zusammenschließen und datenbanken mit unerwünschten gästen anlegen, die dann im ganzen county lokalverbot kriegen.

nicht dass ich rauchen verteidigen will. es ist enddämlich, sich dem schleichenden suizid hinzugeben. naja gut, ich genieße es. aber hier stimmt irgendwo die verhältnismässigkeit nicht mehr.

jeder weiß doch wie schädlich alkohol ist. was es auslöst. wie schlimm eine abhängigkeit davon sich auswirkt. rauchen hat noch keine familie zerstört. rauchen veranlasst mich nicht dazu, meine freundin zu schlagen, oder dem deppaten oasch, der mich im pub so komisch anschaut die zähne mit unkontrolliert fuchtelnden fäusten zu entfernen. es macht mich nicht dümmer.

rauchen steht nicht im zusammenhang mit tausenden verkehrstoten jedes jahr. mit den behandlungskosten, die nach fußballmatches entstehen, weil sich irgendwelche deppaten hooligans mal wieder die schädel eingehauen haben.

kurzum: hier schwelt eine doppelmoral amerikanischen ausmaßes, und das ist irgendwie beunruhigend. ich warte ja nur noch darauf, dass ich mit faulen eiern beworfen werde, weil mein carbon footprint rapide hinaufgeschnalzt ist.

Kategorien: Kickstart ins Londonleben

wienbesuch, kriegserinnerungen, and the bright side of life.

März 29, 2007 · Kommentar schreiben

ich war ja erst kürzlich übers wochenende in wien. leider konnte ich da niemanden wirklich treffen, weil ich mit dem ausmalen meiner wohnung völlig eingedeckt war. sehr unangenehm, das. bin zwar ein bissl fortgegangen (stadtbahnbögen), aber nachdem ich ja nicht so der tschecherant bin, hat das auch nicht besonders lang gedauert.

however – auf dem rückweg von heathrow zu unserer bude habe ich mich entschlossen, mich mal nicht von taxlern ausrauben zu lassen und stattdessen den bus zu nehmen (~1 stunde fahrt). interessante menschen trifft man da. neben mir saß einen teil der fahrt ein brite, der ungefähr 1 million jahre alt war und mich ab dem moment in dem er sich neben mich setzte vollgequatscht hat. nicht, dass mich das gestört hätte. irgendwie habe ich respekt vor alten männern. wie sich herausstellte, war er so alt, dass er in seinen späten zwanzigern im battle of dunkirk dabei war und dort knapp der kriegsgefangenschaft und dem anschliessenden massaker nur knapp entrann.  nebenbei erwähnte er noch, dass seine ganze familie mittlerweile verstorben ist und offensichtlich hatte er auch keine kinder. er war schulwart bis zu seiner pension.

ich musste ganz ehrlich schlucken. bis jetzt hatte ich noch nie einen menschen getroffen, der „dabei war“. und so wie er es erzählte hatte man das gefühl, als wäre es erst gestern passiert. dieser alte mann war eine tragische figur, irgendwie, und trotzdem voller leben. eine sehr beeindruckende begegnung.

and now to something completely different – am wochenende wird nach ascot gefahren und pferderennen geschaut, auf lächerliche engländerinnenhüte draufgeschlatzt und sich stilvoll mit sektglas in der hand und tschick in der andren dämlich gesoffen. in anderen worten: meine liebste hat kunden aus den USA hier und die ganze firma gibt sich die ehre, diese leute mit einem ordentlichen saufgelage zu unterhalten.

ma kucken, ne. wird sicher flüssig.

Kategorien: freizeitdesign

wow

März 22, 2007 · Kommentar schreiben

ich arbeite mit jackie chan. so heisst einer unserer informationsarchitekten – is das nicht geil oder was? hahahaha

Kategorien: lol@teh internetz

warum blogger mir am oasch gehen. und ich nicht wegschauen kann.

März 22, 2007 · Kommentar schreiben

ich kanns nicht mehr hören. aber jeder hat mittlerweile von ihnen gehört. blogger. blog-experten. „social software consultants“. leute, die versuchen, ihren narzissmus zu geld zu machen, indem sie sich zu experten eines content management systems und dem ganzen sogenannten „drumherum“ machen.

wie, CMS? einen blog kann man doch nicht auf ein CMS reduzieren!

doch, man kann. es ist nichts andres als ein verdammtes content management system, das vereinfacht wurde, um es idiotischen narzissten mit omnipotenzkomplex und mangelhaften pc-kenntnissen einfacher zu machen, ihre belanglose wortspende an die www-community abzugeben. und in unserer gesellschaft gibt es viele, vieeeele dieser ego-tripper (inklusive mir), die sich gemüßigt fühlen, ihren beitrag zu „leisten“. und da sich gleich und gleich gern gesellt, verlinkt man sich gegenseitig zu einem „sozialen netzwerk“. brechreizattacke.

aber nicht alle sind so – manche haben auch tatsächlich was zu sagen

ja, das stimmt. so wie ich zB. mein baby. oder rob. und ein paar andere. aber die meisten verwenden dieses idiotensichere cms (und dessen abwandlungen) nur, um allen zu erzählen wie cool sie nicht sind und was sie nicht alles machen (twitter ist da wohl der vorläufige höhepunkt). ein wichtiges highlight der stunde ist der check der zugriffs-statistiken.

was isn das drumherum?

das drumherum sind theorien wie zB „wisdom of crowds“, das tatsächlich ein funktionierendes konzept in einer kollaborativen umgebung ist, aber an sich nichts mit dem müll zu tun hat, der an sonstigem narzisstischem scheiß im netz in diverse sinnlos-blogs gepostet wird. das wahre drumherum hinter der dampfplauderei und der heißluft, besonders bei „marketing-blogs“ ist das vermeintliche „soziale netzwerk“, das sich mit der einhergehenden „individuellen popularität“ (s. google-rank + referrer-liste in den statistiken) „monetarisieren“ lässt. indem man entweder a) gutläubigen, dämlichen marketiers seine „expertise“ und das höchsteigene „soziale netzwerk“ verkauft, um dann, im umgekehrten sinne, beim eigenen „sozialen netzwerk“ auf granit beisst, weil sich kein schwein dafür interessiert.

warum das experiment in die hose geht? man will doch nicht für die vermarktung eines produkts missbraucht werden! ausserdem nimmt mir das meine durch ständiges rügen, nörgeln, kritisieren, polemisieren und beleidigen hart erarbeitete credibility und erhöht meinen persönlichen wert (credibility) nicht.

das posting ist eigentlihc noch nicht fertig, aber ich hab keinen bock mehr weiterzuschreiben.

also kurz zusammengefasst, blogger gehn mir am oasch weil:

  • narzissten
  • eitel
  • halbwissend
  • unfähig
  • die weiterentwicklung des newsgroup- and forumtrolls

es ist wie eine beschissene reality-show. oder jerry springer. ich kann nicht wegsurfen, ich muss das einfach sehen. und ich ertappe mich beim stillen wunsch, auch mal einem in die goschn haun zu dürfen.

Kategorien: bullshit 2.0

da yoof of london

März 21, 2007 · 2 Kommentare

yoof = youth. nur so zum verständnis. die jugendsprache hier hat eine etwas eigenwillige grammatik.

sehr tragisch, was hier teilweise passiert. jedenfalls kann ichs eigentlich gar nicht mehr lesen, weils irgendwie genau vor meiner nase passiert und trotzdem krieg ich kaum was mit: in den letzten wochen ist beinahe täglich ein jugendlicher (hauptziele) und  zwischen 10 und 17 erstochen, erschossen oder zu tode geprügelt worden. bald patroullieren polizisten in londoner bussen, um die explodierende rate tätlicher übergriffe mit oft tödlichem ausgang einzudämmen, die begonnen hat seit es gratis busfahren für unter-16jährige (!!!!) gibt.

london hat ein ziemlich klares jugend- und gangproblem. man meide alles ausserhalb zone 1 ab ca. 11 uhr abends.

Kategorien: london life

MAAAMAAAAA!!! ICH WILL EINEN!!

März 20, 2007 · Kommentar schreiben

*quengel*: samsung sph-p9000

Kategorien: gogogadgetto

neiche hockn / pendeln / neues aus der heimat

März 20, 2007 · Kommentar schreiben

ich sitz seit gestern in der neuen hacke. sehr leiwand hier. hab gleich mal ein ordentliches trainings-schedule abgegriffen. aber so far is ois nice. wie man so schön auf neudenglisch sagt. und im moment warte ich auf mein verspätetes neun-uhr-rendezvous mit dem oberprozessheinzi. und mein junior ist auch grad aufgetaucht. zurück vom urlaub irgendwo in südostasien, braun wie ein aborigine. baby, wir müssen dringend urlaub machen.

aber das eigentlich aufregende, das ich heut erlebt habe, ist das commuten. ich habe mich an indische verhältnisse erinnert gefühlt. der zug war heut so voll, dass es ein bisschen nach gruppenpudan ausgschaut hat. gottseidank war’s der schnelle 20-min-zug, aber es is schon ein wenig unangenehm die fäuste eines 50jährigen auf seinem arsch gepresst zu kriegen. da fühlt man sich wie im häfn. 5 minuten bis zur ersten arschver… egal. ich hoffe, er hats genossen.

und nochwas, ein paar freunde von mir haben jetzt eine firma gegründet. sehr cool. ich wünsche ihnen viel erfolg. eine werbeagentur für KMU sollte im land der klein- und mittelbetriebe ein solides geschäft sein. und so wie ich sie kenne, wird es das auch.

Kategorien: anderweitiges · on the job

na super, ich seh’ aus wie elton john..

März 16, 2007 · Kommentar schreiben

behauptet myheritage, eine „family network seite“ mit einem face recognition tool, das mein gesicht mit gesichtern von stars vergleicht. alternative ähnlichkeiten wären da auch james spader, isabella rossellini (?!!), larry king, jet li (!) und – hahaha – justin timberlake.

naja, immerhin ein gutes teil um registrierungen zu generieren.

Kategorien: bullshit 2.0

kurze notizen um halb 1 nachts

März 15, 2007 · Kommentar schreiben

..juhu, endlich internet. seit heute. meine liebste liegt schon im bett, während ich am server fuhrwerke, und mit meinen mangelhaften linux-kenntnissen versuche, die backups wieder einzuspielen.

habe mich gerade an ein zitat erinnert, das an der wand in meinem bald ex-büro prangert:

„a good account manager should be the agency’s representative to the client, not vice versa“

noch fragen? ich seh’s ja eher andersrum…

des weiteren habe ich nach langer zeit meine kinderdorfmutter aufgespürt und stehe seither in mailkontakt mit ihr. sehr fein. ich freu mich.

an das tägliche 3stündige commuten (hin- und zurück) hab ich mich auch schon gewöhnt. ich fahr zwar mit der first great western, aber wie virgin trains so treffend auf ihren plakatanzeigen bemerkt: valuable thinking time.

mir fallen aber langsam die augen zu. ich geh jetzt glaub ich erstmal ins bett.

ps: wordpress ist fast schon ein bissl zu „bloated“.

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